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Kontinuierliche Verbesserung statt Stillstand durch unser jährlich aktualisiertes CSR-Programm

Um dem Anspruch, über die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen hinaus aktiv zu sein, gerecht zu werden, fordern wir jährlich alle Bereiche und Werke auf, Umweltziele für das CSR-Programm zu definieren - seit 2008 auch soziale Ziele. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit können wir folgende Errungenschaften mit positiven Auswirkungen auf die Umwelt vorweisen.

Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung

Unsere Kunststoffspritzmaschinen erzeugen während der Produktion enorme Mengen an Wärme. Diese wird über Wärmetauscher zurück gewonnen und kann zur Erwärmung von Duschwasser oder zur Beheizung der Produktionshallen genutzt werden. Im Werk Winnenden spart die Beheizung einer Halle mit Abwärme 19.000 Liter Heizöl im Jahr ein und vermeidet 51.300 kg CO2 im Jahr (das entspricht dem CO2-Ausstoß von 225.000 km mit einem Mittelklassewagen).

Holzhackschnitzelheizwerk

In Zusammenarbeit mit der Fa. Bross, einem Forstdienstleister, wurde 2008 in Obersontheim ein umweltfreundliches Heizwerk errichtet. Bei dieser Form der Energiegewinnung wird nur naturbelassenes Holz genutzt, welches bei der Verbrennung CO2-neutral ist. Denn lediglich die Menge CO2 wird freigesetzt, welche über den Lebenszyklus hinweg aufgenommen wurde. Das Werk Obersontheim und das Logistikzentrum nutzen die Wärme in erster Linie zur Beheizung der Räume und Hallen aber auch als Prozesswärme für die Trocknungsanlage der Pulverbeschichtung. Dies spart ca. 340.000 Liter Heizöl im Jahr ein und vermeidet 1.000.000 kg CO2-Emissionen im Jahr.

Wasserrecycling

Für Testläufe wird im Werk Bühlertal eine enorme Menge an Wasser verwendet. Um Trinkwasser einzusparen, wird das verwendete Wasser im Kreislauf geführt. So können 90 % des Trinkwasserverbrauchs eingespart werden bei gleichzeitiger Kostenreduzierung.

Solarkraftwerke (Photovoltaik)

Solarkraft zur umweltfreundlichen Stromerzeugung, spielt bei Kärcher eine große Rolle. Zwei Photovoltaikanlagen am Standort Winnenden generieren ca. 33.000 KWh im Jahr und tragen zu einer Vermeidung von 20.000 kg CO2-Emissionen im Jahr bei.

Davon produziert das im Jahr 2000 errichtete Solarkraftwerk 28.000 kWh im Jahr umweltfreundlichen Strom - das entspricht dem Jahresbedarf von sechs Einfamilienhäuser. Betreiber dieser Photovoltaikanlage ist die S.A.G. Solarstrom AG, Freiburg. Kärcher stellt die Dachfläche 20 Jahre kostenlos zur Verfügung und beteiligt sich finanziell an den Kosten der Anlage. 2005 haben wir eine weitere Anlage als Betreiber in Betrieb genommen. Diese produziert 5.000 kWh Strom im Jahr.

Geothermie

2004 wurde am Standort Winnenden ein Gebäude mit integrierter Geothermieanlage errichtet. Als Wärmetauscher dienen hierbei 60 Betonpfähle, in die ein 3400 Meter langes Glykol-Wassergemisch haltiges Leitungssystem eingelassen wurde. Durch diese Anlage ist es möglich 66% des Wärme- und 88% des Kältebedarfs, dieses Gebäudes, abzudecken. Dies bedeutet eine deutliche Verminderung des CO2-Ausstoßes um 20,8 Tonnen pro Jahr.

Energieeffizienz in der Produktion

Mit dem Ziel den Energieverbrauch in der Produktion zu reduzieren, startete 2009 ein Forschungsprojekt mit dem Fraunhofer IPA (Institut für Produktionstechnik und Automatisierung). Im Rahmen dieser Zusammenarbeit ist es uns durch die Isolierung der Förderschnecken von drei Kunststoffspritzmaschinen bereits gelungen, eine Ersparnis von 75.000 kWh Strom und eine Reduzierung von 52 Tonnen CO2 je Jahr zu realisieren.